News über die Kampagne

Diana
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Streicht euch den 10.10.2010 in eurem Kalender an (und schaut mal auf unserer neuen 350.org Seite vorbei)

Liebe Freunde,

die letzten Monate waren unglaublich, Hier bei 350.org haben wir rund um die Uhr an unserer Kampagne gearbeitet - und jetzt schalten wir noch einen Gang höher.

Ab heute geben wir erst richtig Gas auf dem Weg zum 10.10.2010, der "Globalen Packen-wir's-an-Party". Es heisst, es wird, "ein Tag zur Feier von Klimalösungen"- und wahrscheinlich ist dies die beste Chance, dieses Jahr Druck auf unsere Politiker zu machen und gleichzeitig Spass zu haben. Wenn du noch nicht alles über den 10.10.2010 weisst, lies doch mal die neue Einladung von Bill McKibben weiter unten

Wir haben ausserdem eine brandneue 350.org Webseite, um die Aufmerksamkeit der Welt auf den 10.10.2010 zu lenken - hier ist eine kleine Vorschau:

Wenn du alles über den 10.10.2010 weisst, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, anderen davon zu erzählen. Teile die neue 350.org Webseite mit ein paar Mausklicks auf Facebook oder Twitter oder leite Bills Einladung an 10 Freunde weiter (10 ist dieses Jahr unsere Lieblingszahl) und hilf so, die Bewegung für ein sicheres Klima ums zehnfache zu vergrössern. 

Weiter so auf dem Weg zum 10.10.2010,

Jamie

PS: Bitte nicht vergessen, die Einladung von Bill McKibben unten zu lesen und weiterzuleiten!

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Liebe Welt,

es war ein hartes Jahr bisher: in Nordamerika strömt das Öl in den Golf von Mexiko, Asien erlebt einige der höchsten Temperaturen, die je verzeichnet wurden, in der Arktis schmilzt das Meereis schneller den je und in Lateinamerika spülen Rekordregenfälle komplette Berghänge weg. 

Also planen wir'ne Party.

Streich den 10.10.2010 in deinem Kalender an. Das ist das Datum. Der Ort ist, wo immer du lebst. Und der Anlass ist, etwas zu tuen, das in deiner Stadt oder Gemeinschaft dazu beiträgt, die globale Erwärmung in den Griff zu bekommen.

Wir nennen es die Globale Packen-wir's-an-Party, mit Betonung auf Anpacken und Party. In Auckland, Neuseeland, ist ein grosser Fahrradreparaturtag geplant, um jedes Fahrrad der Stadt wieder auf die Strasse zu bringen. Auf den Malediven wird eine Solaranlage auf dem Amtssitz des Präsidenten installiert. In Kampala, Uganda, werden tausende Bäume gepflanzt und in Bolivien wird man Solarherde für ein riesiges CO2-neutrales Picknick aufbauen.

Da wir bereits alles getan haben, um die Politiker über Anrufe, E-Mails, Petitionen und Proteste in Bewegung zu bringen und dies nicht schnell genug geschehen ist, ist es an der Zeit, zu zeigen, dass uns durchsaus die Instrumente zur Verfügung stehen, die wir brauchen um die Klimakrise ernsthaft anzupacken.

Am 10.10.2010 zeigen wir, dass wir, das Volk, dazu in der Lage sind - aber eine entschlossene Energiepolitik von Seiten der politischen Entscheidungsträger brauchen, um in einem Ausmass tätig zu werden, das wirklich etwas verändert. Das Ziel dieses Tages ist es nicht, die Klimakrise mit einzelnen Projekten zu lösen, sondern eine gezielte Botschaft zu senden: wenn wir die Klimakrise anpacken können, können Sie das auch - mit der entsprechenden Gesetzgebung und Verträgen, die unser alle Arbeit erleichtern wird. 

Hier kannst du dich eintragen, um ein lokales Event auszurichten: www.350.org/de/oct10 

Oder suche ein Event, bei dem du mitmachen kannst auf www.350.org/de/map

Und keine Sorge, dass du mit deiner Party alleine dastehen könntest: 1.077 Gruppen in 109 Ländern haben bereits etwas Grossartiges für diesen Tag geplant. Wir werden all diese Gruppen zusammenbringen, mit einem aussagekräftigen Mosaik aus Fotos, Videos und Berichten aus aller Welt.

Es war ein hartes Jahr bisher - aber der 10. Oktober kann ein toller Tag werden, wenn wir zusammen anpacken und Party machen. Wenn alles läuft wie geplant, werden wir damit einen grossen Schritt hin zu der Art von politischen Lösungen machen, die wir dringend brauchen.

Weiter so!

Bill McKibben und das 350.org Team

PS: Wenn du eher schüchtern bist oder dir nicht sicher bist, ob du deine Packen-wir's-an-Party wirklich zum Laufen bringen kannst, sieh dir diese Bilder vom Internationalen Klimaaktionstag letztes Jahr an. Es fanden 5.200 Demonstrationen in 181 Ländern statt, das heisst wahnsinnig viele Leute, wie du, haben es bereits geschafft! 

 
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Diana
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Klimakanzlerin a.D.

Berichten des Spiegels zufolge hat sich Angela Merkel endgültig von ihrem Klimakanzlerinnen-Dasein verabschiedet.

Die noch in Kopenhagen versprochenen Klimaschutzhilfen für Entwicklungsländer wurden jetzt radikal zusammengestrichen.  Von den insgesamt 1.26 Milliarden versprochenen Finanzhilfen sollten ohnehin nur 70 Millionen Euro jährlich als "frisches Geld", d.h. zusätzlich zu ohnehin schon gegebenen Versprechen zur finanziellen Unterstützung im Rahmen der allgemeinen Entwicklungshilfe, fliessen. Im Rahmen der neuen sparsamen Haushaltspolitik wurden nun selbst diese Minimalposten aus dem Budget gestrichen.

Somit verabschiedet sich die Klimakanzlerin wohl hier von uns. Während Angela Merkel noch in Kopenhagen sich für einen international verbindlichen Klimaschutzvertrag einsetzte und die Entwicklungsländer mit Finanzzusagen überzeugen versuchte scheint Klimaschutz und Klimaschutzhilfen nicht mehr auf der Agenda zu stehen. Zu teuer, so scheinst.

Die wirkliche Gefahr hinter diesem Denken werden wohl erst folgende Generationen bzw. Menschen auf weit entfernten Inselstaaten zu spüren bekommen. Ohne Finanzzusagen kein internationaler Klimavertrag - weder in Cancun noch in Südafrika. Und ohne einen internationalen verbindlichen Klimaschutzvertrag eben auch kein verbindlicher Klimaschutz.

Umso mehr unsere Politiker und PolitikerInnen sich von ihren klimapolitischen Aussagen distanzieren, umso stärker müssen wir uns an die Arbeit machen und die Klimakrise direkt anpacken, um sie an ihre Verantwortung aber auch an die Möglichkeiten einer nachhaltigen Zukunft zu erinnern.

 
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Mexiko-Südafrika 1:1 - und bei den Klimaverhandlungen?

Gerade haben sich Mexiko und Südafrika bei der Fussball WM 1:1 getrennt und nach zwei intensiven Wochen bei den UN Klimaverhandlungen in Bonn stellt sich mal wieder die Frage, "Wann kommt den nun der internationale Klimavertrag? In Mexiko 2010 oder doch erst in Südafrika 2011?". 

Die Hälfte des 350.org Europa Teams hatte mal wieder das Vergnügen zwei Wochen in Bonn zu verbringen und in der ersten Reihe mitzuverfolgen wie die internationalen Klimaverhandlungen im Stop-and-Go Modus voranschritten (die andere Hälfte unseres Teams hatte mehr Spass mit jungen sozial engagierten Unternehmern aus ganz Europa lokale Klimalösungen für den Aktionstag am 10.10.2010 vorzubereiten). 

Während in der ersten Woche der Verhandlungen nicht wirklich viel passierte musste wir in der zweiten Woche nochmals richtig Gas geben, da an allen Ecken und Enden schlechte Verhandlungsergebnisse zu befürchten waren (und auch oftmals so eintrafen). 

 

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Speziell die vielen "Loopholes" (Löcher im Vertragstext, durch die es Annex 1 Ländern gelingt ihre Emissionen bis 2020 um ci. 8% weiter ansteigen zu lassen statt diese um die notwendigen 30-40% zu reduzieren) mussten den Verhandlungsführern in Bonn immer wieder aufgezeigt werden.

 

Und auch bei der Frage auf wie viel Grad die globale Erwärmung begrenzt werden soll, einer Frage, die speziell für die am meisten durch den Klimawandel betroffenen Länder von höchster Bedeutung ist, konnte keine Einigung gefunden werden. Die Mehrzahl dieser Länder fordert die Erderwärmung auf unter 1.5 Grad zu halten und eine Reduzierung der CO2 Emissionen auf mindestens 350 ppm. Vor ein paar Tagen sah es doch für einen Moment so aus, als ob ein Durchbruch bei der 1.5 Grad Frage erzielt werden könnte. Nachdem AOSIS (die Allianz der kleinen Inselstaaten) vorschlug einen wissenschaftlichen Bericht zum 1.5 Gradziel anfertigen zu lassen, um die Verhandlungen auf klimawissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen beruhen zu lassen, schaltete sich jedoch schnell Saudi-Arabien ein,den,"die notwendigen wissenschaftlichen Informationen welche Auswirkungen der Klimawandel auf ihre Länder habe, könnten sich die AOSIS Staaten ja wohl auch auf Google suchen". Der AOSIS Vorstoss wurde somit erfolgreich verhindert und kann erst wieder Ende des Jahres in Cancun auf den Tisch gebracht werden.

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Auf einer Pressekonferenz, die 350.org direkt im Anschluss organisierte, stellte ein Sprecher der AOSIS Staaten nochmals klar," wir sind uns sicher das die Zeit kommen wird, wenn die ganze Welt über das 1.5 Gradziel sprechen wird, nur besteht die Gefahr, dass es einige unserer Staaten dann nicht mehr geben wird." 

Um das Überleben alles Staaten und Völker zu sichern kommen wir nicht drumherum uns mit den Ergebnissen der Klimawissenschaft auseinander zusetzen - und diese zeigt deutlich auf, dass die Reduktionsziele, welche nach Kopenhagen auf den Tisch gebracht wurden, bei weitem nicht ausreichen, den Klimawandel auf ein für alle Staaten erträgliches Minimum zu halten. 

 

Und was heisst das nun für die am Anfang gestellte Frage wann mit einem verbindlichen internationalen Klimavertrag zu rechnen ist? Während ich diesen Blog schreibe sind die Verhandlungen in Bonn noch nicht abgeschlossen. Zunächst gab es heute Nachmittag noch einige Schwierigkeiten die noch notwendigen Verhandlungssequenzen mit der WM unter einen Hut zu bekommen. Die Übersetzer mussten extra ihre wohlverdiente Pause um 30 Minuten kürzen, um noch eine letzte Verhandlungssequenz vor dem Auftaktspiel zu begleiten. Und jetzt stellt sich Russland gerade quer und möchte die Verhandlungen so nicht abschliessen, da zur Zeit keine Simultanübersetzung zur Verfügung steht.

Wie auch immer die letzte Verhandlungssequenz hier in Bonn ausgehen mag, eines ist sicher, es wurde eine wichtige Chance verspielt sich zeitnah mit dem 1.5 Gradziel auseinanderzusetzen. Zeitnah im Sinne der kleinen Inselstaaten, den wie wir bei 350.org immer sagen,"mit den klimatologischen Gegebenheiten unserer Atmosphäre lässt sich nunmal nicht verhandeln!".

 
Diana
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Schon über 1000 Aktionen für den 10/10/10 Packen wir's an Aktionstag registriert!

Bei 350.org geht es mal wieder um Zahlen - und hier kommt eine Zahl, was für eine Zahl. Schon über 1000 Packen wir's an Parties für den 10.Oktober sind bereits registriert! 

Packen wir's an Party Nummer 1000 kam erst letze Nacht rein. Ein grosses Dankeschön an Gäelle aus Canada, die einen 350 Meilen oder 350 km lange Fahrradtour in Montreal plant (sie haben sich noch nicht zwischen Meilen und km entschieden - machen das von ihrer Konstitution ab), und sich somit für nachhaltige Verkehrslösungen einsetzt. 

Falls du dich fragst, ob die Packen wir's an Parties am 10. Oktober 2010 auch dieses Gefühl von positiver Kraft und Kreativität haben werden, der 10.10.2010 ein Tag gemeinsamen Handelns und ein globaler Moment des gemeinsamen Arbeitens an Lösungen gegen den Klimawandel sein wird, dann sagen dir jetzt 1000 Organisatoren aus allen Teilen der Welt ganz klar "Ja!". 

Aber natürlich soll es nicht bei "nur" 1000 Aktionen bleiben. Hier ist der Link um eine eigene Packen wir's an Party anzumelden - www.350.org/de/oct10. Und hier noch ein paar weitere Highlights, die uns in den letzten Tagen erreicht haben. 

Tonga, Nukualofa: Anitelu plant eine Baumpflanzaktion an der Küste in der Nähe seines Dorfes, das durch den ansteigenden Meeresspiegel bedroht wird. Seine Aktion trägt somit gleichzeitig zum Schutz gegen Überflutung als auch zum Schutz des Klimas bei.

Nepal, Chitwan: Anjan krempelt die Ärmel hoch und organisiert gemeinsam mit seinen Nachbarn ein Kompostprojekt, indem organischer Abfall, der sonst einfach so auf der Strasse landen oder verbrannt würde eingesammelt wird und zu Kompost verarbeitet wird, der dann auf einer städtischen Grünfläche genutzt werden kann. 

Argentinien, Calafate: Die Asociacion Calafate Natural plant einen Workshop, bei dem Bürgern aus der Region lernen können, wie sie Windräder und Solaranlagen für ihre eigene Familie zur Energiegewinnung nutzen können. 

Das ist nur eine kleine Auswahl von Ideen, die bereits für den 10.10.2010 in Planung sind. Hier findet ihr noch ein paar weitere Anregungen für eure eigene Packen wir's an Party - www.350.org/de/ideen

 
N. America
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Windräder verursachen keine Ölpest

 

Aus der gesunkenen Bohrinsel "Deepwater Horizon" strömt mehr und mehr Öl in das fragile Ökosystem am Golf von Mexiko aus. Mit verheerenden Folgen für Mensch und Tier. Und eine Frage stellt sich mehr den je: wie kann es sein, dass Grosskonzerne und Regierungen weiter auf Offshore Bohrungen setzen und diese mit Millionen von $ subventionieren, nur um noch mehr fossile Brennstoffe, die unser Klima dauerhaft schädigen, zu fördern? 

 

 

Das Sinken der Bohrinsel "Deepwater Horizon", wobei 11 Arbeiter ihr Leben verloren, ist eine Katastrophe, dessen Umfang wir wohl erst in ein paar Wochen erfassen können. Aber jetzt ist bereits klar, dass das Ökosystem rund um das Mississippi River Delta mit seinen zahlreichen Wasservogelarten, Brutplatz für Schildkröten sowie bereits gefährdete Meerestiere, u.a. Wale und Delfine, stark gefährdet sind. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um das Überleben der Box Schildkröten zu sichern müssen wir nicht nur auf 350 ppm zurück, wir müssen auch so schnell wie möglich Offshore Bohrungen stoppen. 

 

 

Aber nicht nur die Tierwelt und das Naturparadies sind gefährdet, auch viele Fischer werden ihrer Einkommensgrundlage beraubt. Viele der umliegenden Dörfer und Städte leben vom Fischfang bzw. vom Tourismus und fürchten nun um ihre Existenz. 

 

 

Nur Tage bevor die "Deepwater Horizont" sank versicherte Präsident Obama, der sich für weitere Offshore Bohrungen einsetzte, dass es sich bei dieser Ölplattform um eine der sichersten der Welt handelte, ausgestattet mit neuer Technologie, die ein Sinken nahezu unmöglich macht. Wenn es sich bei der "Deepwater Horizon" um eine der sichersten Plattformen handelt, wird schnell klar welche Risiken Regierungen und Ölkonzerne wie BP eingehen um weitere Ölvorkommen in immer schwierigeren Gegenden zu finden und zu fördern. 

 

Der Ausbau erneuerbarer Energien und ein schneller Ausstieg aus der Förderung fossiler Brennstoffe, speziell ein Ausstieg aus die Umwelt extrem belastenden und unsicheren Offshore Bohrungen stehen am Anfang auf unserem Weg zurück zu 350 ppm. Den, Windräder verursachen keine Ölpest. 

 

PS: was ihr tuen könnt - Link zu der One Million Strong against Offshore Drilling Facebook group und für alle US Amerikaner der Link zu unserer Ban Offshore Drilling Petition.  

 
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Diana
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Nach Bonn packen wir's an

Das erste UNFCCC Treffen nach Kopenhagen ist gerade zu Ende gegangen und ein paar Entscheidungen wie es jetzt weitergehen soll wurden getroffen. Natürlich will jeder, dass es schneller vorwärts geht und mehr Einsatz von Nöten ist, die Klimakrise zu bewältigen. Es wird noch einige Zeit dauern, bevor die UNFCCC "picked up the pieces" nach Kopenhagen.

 

 

Ein Grund mehr selbst aktiv zu werden und die Klimakrise anzupacken. Einen Weg, wie wir alle selbst aktiv werden können zeigen uns unsere Freunde von 10:10, die vor kurzem erst ihre Kampagne 10:10 global gestartet haben. Schaut euch ihre Ideen hier mal direkt an und vielleicht wollt ihr ja auch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz aktiv werden. 

 
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Diana
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Saubere Energieformen für Südafrika anstatt Kohle

Vor ein paar Wochen haben wir etwas gehört, was wir kaum glauben konnten: Die Weltbank plant Eskom, ein staatliches Energieversorgungsunternehmen in Südafrika, einen $ 3,75 Milliarden (2,77 Milliarden Euro) Kredit zu erteilen, um eine Reihe von schmutzigen Kohlekraftwerken und Atomkraftwerken zu bauen. Mit dem Geld soll u.a. das 4. grösste Kohlekraftwerk der Welt finanziert werden. Die geplante Anlage in Medupi würde jedes Jahr bis zu 25 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre pusten. Die Idee, dass ein Kredit für Eskom für den Bau von Kohlekraftwerken dazu führt, dass Südafrikaner/Innen über bezahlbaren Strom verfügen, geht nicht auf, da Eskom plant die Preise für Strom in den nächsten drei Jahren um 25% zu erhöhen. Gleichzeitig gewährt Eskom jedoch Grossabnehmern, die zu den CO2-intensivsten Industrien gehören, spezielle Preise, die nur ein Bruchteil des regulären Preises sind. Grossverschmutzer bekommen spezielle Deals, während die Armen immer mehr und mehr für ihren Strom bezahlen müssen.

 

Wir brauchen eure Hilfe, um die Weltbank wissen zu lassen, dass wir keinen schmutzigen Kredit akzeptieren werden. Um sicherzustellen, dass die Weltbank unsere Botschaft hört starten wir diese Petition. Wir werden uns nicht auf die Seite von unfairen Lösungen und schmutziger Energie stellen -- wir werden uns in unseren Kommunen für erneuerbare Energien einsetzen und erwarten dasselbe von unseren Politikern/Innen. 

 

Klick hier um dich gegen einen weiteren Weltbankkredit für Eskom einzusetzen.

 
Diana
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Unsere 2010 Strategie: Packen wir's an

Nach einem einmonatigem Strategietreffen im US Staat Vermont, nach vielen Gesprächen mit Freunden und Verbündeten der Klimabewegung auf der ganzen Welt und nach dem Lesen hunderter von Ideen und Emails, die uns geschickt wurden, können wir jetzt endlich unseren Plan für 2010 mit euch teilen -- und können es nicht abwarten zu erfahren, was ihr davon haltet! Und falls ihr auf dem Laufenden über unsere neuen Pläne gehalten werden wollt einfach hier klicken.

Hallo Freunde,

Nun, niemand hat behauptet, das es einfach wird.

Letztes Jahr haben wir mit eurer Hilfe eine grosse Dynamik rund um das Thema Lösungen für den Klimawandel aufgebaut. Beim globalen Klimaaktionstag letzten Oktober haben wir gemeinsam mit über 5200 Aktionen in 181 Ländern laut CNN “den am weitesten verbreiteten politischen Aktionstag in der Geschichte des Planeten” zustande gebracht.

Und in Kopenhagen haben 117 Staaten – die Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft – 350 ppm als Ziel unterstützt.

Trotzdem ist uns kein politischer Sieg gelungen. Die grössten Umweltverschmutzer sind nicht mitgegangen. Somit gibt es also noch einiges für uns zu tuen.

Dementsprechend lautet auch unser Slogan 2010 “Packen wir's an”. Packen wir's an und verändern unsere lokalen Gemeinschaften, packen wir's an, um unseren Politikern zu zeigen, dass sie mit uns gehen müssen und sich an die Spitze dieser Bewegung stellen sollten, anstatt dagegen. Wir haben hunderte von Emails von euch gelesen und haben eine Strategie für 2010 erarbeitet. Es handelt sich um einen Plan, der dazu geeignet ist uns aus dem Stillstand zu befreien und in die richtige Richtung zu bringen. Aber das kann natürlich nur funktionieren, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten.

Das erste Datum was du dir merken solltest: der 10. Oktober. Gemeinsam mit unseren Freunden von der 10:10 Kampagne werden wir den 10. Tag des 10. Monates des 10. Jahres zu einem wirklichen Anfangspunkt für konkrete Aktionen gegen den Klimawandel machen. Wir nennen das die globale Work-Party, und wir hoffen, dass lokale Gemeinschaften in allen Ecken der Welt an diesem Tag zusammen kommen werden, um Solaranlagen auf ihren Dächern zu installieren, ihre Häuser zu isolieren, Windräder aufzustellen, Bäume zu pflanzen, Fahrradwege anzulegen und lokale Gärten anzulegen.

Wir werden dafür sorgen, dass die Welt diesen Tag der grossen Anstrengungen zur Kenntnis nimmt – und wir werden diesen Tag dazu nutzen eine Botschaft an unsere Politiker zu senden: “Wir haben uns an die Arbeit gemacht – was ist mit euch? Wenn es uns gelingt die Dächer unserer Schulen mit Solaranlagen zu bedecken, dann ist es doch sicherlich möglich, dass ihr Gesetze oder Verträge ausarbeiten könnt, die unsere Bemühungen unterstützen, um somit die Klimakrise noch rechtzeitig anzugehen”. Am 10.10.2010 werden wir damit beginnen unsere Zukunft zu gestalten – eine Zukunft, in der unsere Energieversorgung nicht unser Überleben gefährdet und eine Zukunft, die es wert ist für sie zu kämpfen. Hier könnt ihr euch bereits jetzt anmelden, um mitzumachen: www.350.org/oct10

Natürlich trägt nicht jede Nation die gleiche Rolle in dieser Klimakrise. Wenn es uns nicht gelingt die grössten Umweltverschmutzer und grössten Wirtschaftsmächte dazu zu bewegen sich zu ändern werden wir nie gewinnen. Also werden wir uns speziell auf China, die USA und Indien konzentrieren und das grosse Leistungswettrennen ausrufen – Unis in diesen Ländern werden in diesem Wettrennen darum kämpfen, wer mit den besten und kreativsten Ideen Lösungen für das Klimaproblem finden kann. Wir hoffen mit diesem freundlichen Wettkampf unsere Politiker davon zu überzeugen, dass es nur von Vorteil für sie ist sich für die saubere Energienwende einzusetzen – und wenn sie diese Chance nicht nutzen sollten, sie einiges zu verlieren haben.

Weiterhin werden wir uns auch darum bemühen politischen Druck da auszuüben, wo es nötig ist – z.B. auf den Senat der USA, wo wir gemeinsam mit unseren stärksten Verbündeten uns für den Cap – and – Dividend Ansatz einsetzen. Einen Ansatz, der die grössten Umweltverschmutzer daran hindert weiterhin CO2 kostenlos in die Atmosphäre zu pusten. In anderen Teilen der Welt werden wir weiter daran arbeiten Trainings und Workshops für Klimaaktivisten durchzuführen.

Und bei dem nächsten Weltklimagipfel in Mexiko werden wir das grösste öffentliche Kunstwerk, was die Welt je gesehen hat produzieren, um uns daran zu erinnern, dass es neben der Wissenschaft und Wirtschaft vor allem Leidenschaft braucht diesen Prozess voranzutreiben.

Von all den Emails und Nachrichten, die wir in den letzten Monaten erhalten haben, wissen wir, dass Menschen in allen Teilen der Welt bereit sind sich gemeinsam an die Arbeit zu machen. Wir glauben fest daran, dass dieser Plan unsere Chancen steigern wird wirklich in Aktion zu treten. Wir wissen, dass wir keine andere Chance haben. Wenn die nächste Generation uns irgendwann mal fragen sollte, was wir getan haben diese Klimakrise zu verhindern, wollen wir sagen können:” Wir haben die Ärmel hochgekrempelt und uns an die Arbeit gemacht.” Es gibt keine Garantie dafür, dass es uns gelingen wird die reichen und mächtigen Interessen, gegen die wir ankämpfen, zu besiegen – aber dank euch und eures Engagement haben wir eine reale Chance. Lasst uns diese Chance jetzt nutzen.

Bis bald,

Bill McKibben und das 350.org Team

 
Teresa Niño
Teresa Niño

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VIDEO-Zusammenfassung: Ein unglaubliches Jahr

Liebe Freunde,

mit diesem Schreiben möchte ich mich bei euch für eure unglaublich harte Arbeit im letzten Jahr und für eure Bemühungen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten bedanken .

Zur Erinnerung, wie die 350-Kampagne anfing, was mit ihr erreicht wurde und was wir noch tun müssen, haben wir hier eine besondere Seite mit Videos für euch vorbereitet:

Es ist etwas komisch, eine Endjahres-Zusammenfassung von 350 zu verschicken, nachdem das neue Jahr bereits begonnen hat, aber wir wollten, dass diese Nachricht nicht als Teil der Last-Minute-Spendenaufrufe für wohltätige Zwecke verstanden wird.

Finanzielle Unterstützung, aber das ist bei Weitem nicht so wichtig wie Zeit und Mühe. Auf der ganzen Welt, oder zumindest in den 181 Ländern, in denen 5200 Kundgebungen am 24. Oktober stattfanden, gibt es Menschen wie euch. In dem US-amerikanischen Magazin Foreign Policy wird das als “die größte koordinierte globale Kundegebung, die es je gegeben hat” beschrieben und sie hatte eine beachtliche Konsequenz: Mehr als die Hälfte der Länder, die einen Monat später nach Kopenhagen kamen, unterstützten das 350-Ziel. Mit Geld kann man so etwas nicht kaufen – nur mit Leidenschaft für den Planeten und seine Zukunft.  Und mit genau dieser Leidenschaft habt ihr letztes Jahr diese Bewegung angereichert.

Die Bitte am Ende der Seite mir der Videozusammenfassung ist ernst gemeint: Wir brauchen eure Ideen dazu, wie wir weitermachen wollen. Wir wissen, was wir tun müssen – dafür sorgen, dass unser Planet nicht überhitzt – und wir wissen, dass es alles andere als einfach sein wird.

Doch aufgrund eurer Arbeit und der von all den anderen, wissen wir auch, dass wir es schaffen können.

Auf gehts,

Bill McKibben für 350.org

PS: Wenn ich mir diese Videos ansehen, fühle ich mich besser und ich denke, dass auch eure Freunde und Familien sie mögen würden.  Ihr könnt diese E-Mail ruhig an andere weiterleiten oder die Videos mit nur einigen Mausklicks mit anderen teilen, für Facebook hier klicken, und für Twitter hier klicken.

PPS: In den nächsten Wochen könnte es sein, dass ihr nicht so viel von uns hört, wie sonst. Mein Team und ich formieren uns neu und sammeln Kräfte, aber ihr werdet sicherlich schon bald von uns hören, wie es weitergeht.

 

 
Diana
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Climate Shame - wir sind noch lange nicht fertig

Wir werden noch lange über den Deal, den die USA, China, Indien und Südafrika gestern nacht ausgehandelt haben, sprechen und eine detailierte Analyse vornehmen. Die ersten Reaktionen gestern Nacht und heute morgen von Journalisten war, dass es sich bei diesem Deal um einen Fehlschlag handelt – so lautete auch die Schlagzeile des Guardian in Grossbritannien und der Spiegel schreibt, dass ein kläglicher Kompromiss ein totales Scheitern verhindert. Der Deal beinhaltet keine wirklichen Reduktionsziele, keinen wirklichen Plan wie es im nächsten Jahr mit dem UNFCCC Prozess weitergeht und generell nichts, was uns wirklich weiterbringen wird in unseren Bemühungen die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Und dieser Deal wurde hinter verschlossenen Türen, ohne eine Beteiligungen der Länder, welche am meisten durch den Klimawandel betroffen aber am wenigsten dazu beigetragen haben, ausgehandelt.

Unsere Analyse von den Verhandlungen in Kopenhagen ist sehr einfach:

 

Was wir brauchen: 350 ppm

Was ausgehandelt wurde: 770 ppm

Unser Urteil: wir sind noch lange nicht fertig

 

Trotzdem gab es gestern auch ein kleines Zeichen der Hoffnung – eine spontane Demonstration wurde gestern Nacht vor dem Bella Centre abgehalten. Primär junge Klimaaktivisten machten ihrer Wut Luft und riefen 3-5-0 die ganze Nacht. Sie waren frustriert und enttäuscht aber auch optimistisch – den wir wissen, dass es eine Sache hier in Kopenhagen gegeben hat, was uns Hoffnung gibt, zu wissen, dass die globale Klimabewegung weiter und weiter wächst. Im Moment sind wir noch nicht stark genug, die Verhandlungen in unserem Sinne zu beeinflussen – diese Macht hat zur Zeit immer noch die Kohlelobby. Wir sind aber stark genug, um es unseren Politikern verdammt schwer zu machen Entscheidungen hinter verschlossenen Türen zu machen und uns das als Erfolg zu verkaufen. Oftmals wurden Entscheidungen hinter verschlossenen Türen gemacht, ohne das die Weltöffentlichkeit davon erfuhr. In den letzten Wochen haben wir viel gelernt, über das Mächtespiel in UN Klimaverhandlungen, aber auch über unsere Stärke klar zu kommunizieren, was wir brauchen und wie ein wirkliches Abkommen aussehen muss. Das wird uns helfen in den nächsten Monaten unsere Hoffnungen zu bewahren.

Wir haben nicht gewonnen – noch nicht!