2010 war ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Von den Überschwemmungen in Pakistan hin zu der Feuerbrunst in Russland haben wir einen ersten Eindruck davon bekommen, was noch vor uns liegt.

Aber, und genau so wichtig zu benennen, haben wir 2010 eine Klimabewegung gesehen, die immer stärker wird und uns Hoffnung gibt. Hier ist ein kleiner Überblick über all die Sachen, die wir gemeinsam 2010 gemacht haben:

350.org

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1) Wir haben uns die Hände gereicht und bei Hands across the Sand mitgemacht

26.06.2010: Zwei Monate nach dem grossen Unglück auf einer von BP's Ölplattformen, haben Menschen an über 900 Stränden überall auf der Welt sich die Hände gereicht, um ihre Solidarität mit denen, die durch die Golf von Mexiko Ölpest betroffen sind, zu zeigen und sich für eine saubere Energiezukunft einzusetzen.

2) Wir haben gezeigt, wie viel Macht jeder einzelne hat

Ola, eine junge irakische Klimaschützerin, die letztes Jahr noch alleine vor dem Ishtar Tor stand, um sich für 350 ppm einzusetzen, wurde zur Internetsensation, mit über 150.000 Klicks auf YouTube und sorgte für mächtig Wirbel für den 10.10.'10.

Climate leadership workshops

3) Wir haben eine Bewegung in den unwahrscheinlichsten Gegenden aufgebaut

Diese Bewegung entsteht nicht nur auf YouTube, Facebook und Twitter. 350.org veranstaltete eine Reihe von Klima Workshops in allen Teilen der Welt in den letzten drei Jahren, speziell an Orten, die schwer zu erreichen sind und wo das Internet nicht überall zur Verfügung steht – Orte, die normalerweise nicht besonders viel Aufmerksamkeit beim weltweiten Kampf gegen den Klimawandel bekommen.

2010 haben wir Klimaworkshops in Fiji (für junge Klimaschützer aus der gesamten Pazifikregion – u.a. aus Papua Neuguinea, Solomon Inseln, Tonga, Samoa, Nauru, Fiji, Neuseeland und den Cook Inseln), Bolivien, Mexiko, Brasilien, der Dominikanischen Republik, Armenien, West Bengal – Indien, und zweimal in der Türkei (ein Workshop für türkische Klimaschützer und ein Workshop für Klimaschützer aus Armenien, Azerbaijan, Georgien, Weissrussland, Ukraine, Bulgarien, Russland, Turkmenistan, Uzbekistan, Kazakhstan, Kirgisien, Tajikistan und der Mongolei).

The Great Power Race

4) Wir starteten das Great Power Race

Nicht nur Regierungen liegen im Wettstreit um die Saubere Energiezukunft – Studenten beteiligen sich auch sehr erfolgreich an diesem Wettstreit.

2010 führten wir das Great Power Race auf vielen Universitäten in Indien, China und den USA ein – ein Wettbewerb, beidem die Studenten zeigen konnten, wie sie die saubere Energiezukunft für ihre Universität sehen. Bis Dezember 2010 haben schon über 1000 Universitäten an diesem Wettstreit teilgenommen und die Gewinner des Great Power Race wurden während der Klimaverhandlungen in Cancun ausgezeichnet. Teilnehmer des Great Power Race sagen,” Die Generation unserer Eltern war beim Wettstreit um die Monderkundung dabei – der Wettkampf, der unsere Generation ausmacht, wird auf der Erde entschieden”.

5) Wir brachten die Klimabewegung ins Fernsehen

Falls du einer von über 4 Millionen Zuschauern bist, die regelmässig die David Lettermannn Show verfolgen, dann hast du höchstwahrscheinlich auch 350.org Gründer Bill McKibben's Auftritt bei Lettermann gesehen.

Es lohnt sich hier mal rein zuschauen, speziell, um David Lettermann am Ende sagen zu hören,” Dank dir Bill. Dafür, dass du mich gerade zu Tode erschreckt hast”.

6) Wir haben uns auf den Solarpfad begeben – und er führte uns bis zum Weissen Haus

Gemeinsam und mit der Unterstützung durch Unity College und Sungevity haben wir eine ehemalige Solaranlage des Weissen Hauses von Maine bis nach Washington gebracht, um es dort vor der Haustür Präsident Obama's abzuliefern und ihn aufzufordern wieder Solaranlagen auf dem Dach des Weissen Hauses zu installieren. Newsweek nannte diese Aktion einen “No Brainer”.

Nachdem wir auf dem Weg viel Unterstützung gesammelt hatten und einen riesigen Wirbel überall in den USA gemacht hatten, gelang es uns einen Termin im Weissen Haus zu bekommen. Das erste Treffen war eine einzige Enttäuschung, da das Weisse Haus nur “Nein Danke” sagte. Weder wollten die Mitarbeiter im Weissen Haus die alte Solaranlage symbolhaft zurücknehmen noch wollten sie mit uns ein Photo machen. Das nächste Kapitel bei dieser Geschichte war jedoch erfolgsversprechender...

7) Wir waren erfolgreich in Washington DC

Einen Monat nach unserem ersten Treffen im Weissen Haus hörten wir die fantastische Nachricht: sie haben doch noch zugestimmt! Die Obama Regierung wird 2011 wieder eine Solaranlage auf dem Dach des Weissen Hauses installieren.

Natürlich wird eine Solaranlage, selbst auf dem Dach des Weissen Hauses, nicht allein unser Klima retten. Es wird jedoch ein sehr starkes Zeichen für die gesamte Nation sein, wie unsere zukünftige Energie aussehen kann.

8) Wir haben eine Globale Packen wir's an Party am 10.10.'10 organisiert

10.10.'10: die Globale Packen wir's an Party war bislang der am weitesten verbreitete globale Aktionstag zum Thema Klimawandel – und die grösste Massenmobilisierung der Geschichte. Unzählige Menschen aus der ganzen Welt nahmen an über 7000 Aktionen in 188 Ländern teil (ausser Nord-Korea hat fast jede Nation der Welt teilgenommen). Schau dir unsere Videozusammenfassung vom 10.10.'10 an, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie wundervoll und kraftvoll dieser Tag war.

10.10.'10 war wahrlich Beweis genug, um zu zeigen, dass die Bewegung, die es sich zum Ziel gesetzt hat unsere Erde zu retten, grösser und stärker als je zuvor ist – und das, wann auch immer du zu deiner 350 Flagge greifst, um bei dir zu Hause etwas gegen den Klimawandel zu tuen, dir eine weltweite Bewegung den Rücken stärkt.

350 EARTH

9) 350 EARTH Kunstprojekt

350 EARTH war das erste globale Kunstprojekt, dass so gross war, dass man es vom Weltall aus photographieren musste. Von der Wüste in Ägypten hin zu den Gletschern in Island, tausende Menschen machten sich daran riesige Kunstinstallationen zu kreieren rund um das Thema Klimawandel.

10) Wir haben uns mit einer Botschaft der Solidarität nach Cancun begeben

Und als das Jahr endete kamen alle Vertreter der verschiedenen Nationen in Cancun zusammen, um weiter an einem fairen, verbindlichen und ambitionierten internationalen Klimavertrag zu arbeiten. 350.org war wie immer mit viel Energie und Enthusiasmus dabei, um den Regierungsvertretern in Cancun die Wichtigkeit von 350 ppm näher zu bringen und mit ihnen Lösungen zu diskutieren, die uns auf 350 ppm zurück bringen können.

Aber vor allem standen wir in Cancun in Solidarität mit den Ländern, die am meisten durch die Klimakrise betroffen sind – wie z.B. kleine Inselstaaten, die unter der ständigen Bedrohung eines steigenden Meeresspiegels leiden. Über 5000 Botschaften der Solidarität wurden durch das globale 350 Netzwerk via Facebook geteilt und an die Delegierten der Klimakonferenz, welche mit uns für einen Zielwert von 350 ppm kämpfen, weitergeleitet.